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Auf Weltreise mit Heineken

1. September 2013 Keine Kommentare

Wer mit einer Ziege auf Weltreise geht und ihr ein rotes Lätzchen umbindet, der wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf alles gefasst sein, so dass es für den jungen Reisenden des neuen Heineken Werbeclips nicht ungewöhnlich ist, was ihm mitten in Indien auf einem rauschenden Fest widerfährt! Vielleicht ist der Werbespot auch nur als Traum anzusehen, vielleicht sollte man ihn ganz in psychoanalytischer Manier Sigmund Freuds als Wunschtraum lesen, dem Wunsch ein schönes kaltes und unheimlich erfrischendes Heineken zu trinken und lediglich das böse, böse Unterbewusstsein hält ihn davon ab und schickt unseren armen Reisehelden auf eine atemberaubende Odyssee. Das klingt wirr? Nein, es beschreibt den neuen Spot eigentlich sehr genau, poppig und konfus wird der junge Mann durch ein buntes Bollywood Setting getrieben, um seine Ziege, die mit zwei Heineken Flaschen ausgestattet ist wieder einzufangen.

Die Ziege ist das Maß aller Dinge, sie entwischt dem armen gutaussehenden Mann und verursacht im Maharadscha Palast so einiges an Chaos. Kaum ist sie dem Herrn aus den Armen gesprungen bringt sie doch fast einen Kellner zu Fall, der auf einem Tablett – wie könnte es in einem Heineken Clip auch anders sein – zwei Flaschen des beworbenen Bieres balanciert. Doch es ging noch einmal gut und schon springt die Ziege die Treppen des indischen Palasts hinauf! Einmal, für den kurzen Augenblick einer Sekunde scheint es, als könne der gute Mann seine Ziege am Schwanz packen, doch selbstverständlich ist sie wieder schneller und so kommt es, dass das wilde Treiben fortgesetzt wird und der Schönling von Mann zumindest zweimal vor einer ebenbürtigen Schönheit des weiblichen Geschlechts zu stehen, bzw. auch einmal zu Fall kommt!

Der Clip ist eine wilde Orgie bunter indischer Klischees, mit schrillen Turbanen, Elefanten, vielarmigen Göttergestalten und exotischen Tänzen. Das Filmchen ist nett anzusehen und auch die schöne Version von “Voyage Voyage”, die dem Clip unterlegt ist, ist sehr schön. Aber alles zusammen will nicht recht zusammenpassen. Die neue Werbekampagne ist nett, aber leider auch nicht mehr, was natürlich nichts daran ändert, dass ein Heineken trotzdem ein Bier für Traveller ist und bleibt und auch trotz neuem Clip einfach fabelhaft schmeckt und definitiv Lieblingsbier bleibt!

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Zwei Menschen. Zwei Leben. 48 Stunden

14. Januar 2013 Keine Kommentare

Der neue Online-Film von Nivea erzählt die Geschichte zweier Menschen und wie sie in je 48h ihr Leben verbringen.
Beide scheinen ihr Wochenende auf unterschiedliche Weisen verbracht zu haben. So beginnt für jeden der Protagonisten der neue Tag ganz unterschiedlich und während der nächste Morgen für die eine Person ganz alltäglich anfängt, hat die zweite Person ihr Wochenende durchaus aktiv verbracht, wacht in ihrem Schlafsack auf und trinkt den ersten Kaffee aus der Thermoskanne.

So zeigt der Film unterschiedliche Passagen verteilt auf den Tag, beginnend mit dem Duschen, dem Frühstück und beide Personen auf dem Weg zur Arbeit oder kletternd an einem Berg.
Zum Abend hin schaut die eine fern, während die andere Person versucht, eine Taschenlampe zum Leuchten zu bringen.

Der Film vermittelt – und die Idee ist durchaus nett – zwei parallele Handlungsstränge gleichzeitig, und zwar mittels Splitscreen. Um beide Personen und ihr Leben von der jeweils anderen zu trennen, wurde neben unterschiedlichen Kamerastilen auch mit verschiedenen Weissabgleichen gearbeitet, was den Kontrast im Plot verstärkt.

Nett an der Idee ist, dass obwohl “beide Filme” in ihrem jeweils ganz eigenen, kleinen Universum spielen, Handlungen sich aber in der Mitte treffen, nicht überschneiden, sondern meist zeitgleich stattfinden und somit ganz bestimmte Aktionen von einer einzigen Person ausgeführt zu werden scheinen.

Technisch gesehen wurde der Film ganz gut umgesetzt, wobei die eine oder andere Zusammenführung der Elemente aus beiden Filmen manchmal etwas genauer hätte umgesetzt werden können.
Der Look beider Screens ist nicht überragend, erinnert nicht an Hollywood-Kino oder den typisch kristallklaren Werbelook, sondern sieht vielmehr aus, wie mit einer Handheld-Kamera gefilmt.
Dies tut dem Plot allerdings keinen Abbruch, verstärkt sogar eher das ganz Persönliche beider Welten, wenngleich ich nach mehrmaliger Durchsicht gestehen muss, dass mich die rechte Seite des Filmes stärker interessierte, als die andere. Nicht selten ertappte ich mich dabei, wie ich immer wieder von der linken Seite abwich und der rechten mehr Beachtung schenkte.

Der Schluss des Filmes ist gelungen, sehr sympathisch – und mit einer kleinen Überraschung – werden beide Welten zu einer zusammengeführt.

Verantwortlich für diesen Online-Film zeichnete eine Kreativschmiede aus dem österreichischen Mödling, die für Nivea neben Online-Filmen auch Infografiken, Online-Games und Werbekampagnen entwickeln.

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